Vom Bauernhof zum Powerhof: Wie ein Landwirt seine Energie selbst in die Hand nimmt.

Was, wenn ein Bauernhof nicht nur Lebensmittel produziert, sondern auch seine eigene Energie? Gerhard Schrempf vom Moserhof in Haus im Ennstal hat sich genau das zum Ziel gesetzt. Wir haben ihn besucht und dabei eine Reise mitverfolgt, die mit einem neuen Heizkessel begonnen hat und mittlerweile bei einem cleveren Energiesystem gelandet ist.
Mehr Saft, bitte!
Auf 850 Metern Höhe bewirtschaftet Gerhard Schrempf gemeinsam mit seiner Familie den Moserhof: Grünlandwirtschaft, Obstbau, eigener Wald und eine Hofkäserei gehören genauso dazu wie Urlaub am Bauernhof für Gäste, die dem Alltag entfliehen wollen. In der Käserei entstehen jährlich vier- bis fünftausend Kilo Käse, und mit jedem Betriebszweig, der dazukommt, steigt auch der Energieverbrauch am Hof auf immer höhere Werte. Kurz gesagt – Gerhard braucht richtig viel Saft!

Gerhard und Jenny Schrempf vorm Moserhof
„Mit steigendem Verbrauch ist mein Wunsch nach Unabhängigkeit von teuren Stromlieferanten immer größer geworden!“
Den ersten Schritt zu mehr Unabhängigkeit machte Gerhard mit einer ganz pragmatischen Entscheidung: Ein neuer Heizkessel musste her, und die Wahl fiel auf den Multifire von KWB.
Seither kann er mit den eigenen Hackschnitzel aus dem eigenen Wald den ganzen Hof beheizen. Beim Heizen allein wollte es Gerhard aber nicht belassen. Auch die bestehende Photovoltaikanlage sollte mehr für den Hof hergeben. Denn bisher lieferte die Sonne oft genau dann am meisten, wenn Gerhard den Strom am wenigsten brauchte.

Volle Power aus Hackschnitzeln - der KWB Multifire
Die Sonne scheint, der Geldbeutel weint
Das Problem bei Sonnenstrom: Die Energie entsteht genau dann, wenn am Hof oft niemand da ist, der sie braucht. Mittags, wenn die Sonne am stärksten scheint, laufen die wenigsten Geräte. Am Abend, wenn tatsächlich Bedarf da ist, ist die Sonne schon wieder weg. Der überschüssige Strom fließt einfach ins Netz, zu einem Preis, der sich für Gerhard schlicht nicht rentiert. Um dieses Problem zu lösen und ein ganzheitliches System aufzubauen, das die gesamte Energie am Hof so effizient wie möglich nutzt, hat sich Gerhard an das Unternehmen KWB gewandt.
Das System hat ordentlich was am Kasten: Clee von KWB
Die Antwort auf Gerhards Energieprobleme: das smarte Energiemanagement Clee von KWB. Es dirigiert alle Geräte, von der PV-Anlage über die Heizung bis zum Speicher und regelt damit den gesamten Energieverbrauch. Es erkennt laufend, wie viel Sonnenstrom gerade reinkommt und was am Hof wirklich gebraucht wird, und verschiebt Verbraucher wie die Wärmepumpe gezielt in die Sonnenstunden. Gleichzeitig achtet das System darauf, dass nie zu viele Geräte gleichzeitig auf Vollgas laufen, sogenanntes „Peak-Shaving“, wodurch teure Lastspitzen erst gar nicht entstehen. Was an Strom trotzdem übrig bleibt, wandert in den Batteriespeicher oder wird für Warmwasser und Heizung genutzt, genau der Teil also, der am Moserhof vorher quasi verschenkt wurde. Außerdem hört Clee nie auf zu lernen! Mit jedem Tag kennt das System den Hof besser, checkt die Wetterprognose gleich mit und denkt so schon voraus, bevor die Sonne überhaupt aufgeht.
Und das Beste daran? Die Steuerung funktioniert problemlos über die KWB App, ganz egal, wo man sich gerade aufhält. Da kann man, wie in Gerhards Fall, gemütlich auf seinem Lieblingsplatzerl mit Bergblick sitzen und nebenbei das ein oder andere Getränk genießen.

Gerhard zeigt Markus von KWB seinen Lieblingsplatz auf dem Hof
Schluss mit Kohle verheizen!
Wie viel spart sich Gerhard mit Clee eigentlich wirklich? Eine exakte Zahl für den Moserhof kann KWB noch nicht nennen, dafür ist das System zu frisch in Betrieb. Bei vergleichbaren Anlagen mit Photovoltaik, Batteriespeicher und Clee haben sich aber bereits Einsparungen von bis zu 30 Prozent der jährlichen Energiekosten und 15 Prozent der Brennstoffkosten gezeigt. Verlässlich wird die Zahl für den Moserhof erst, wenn ein ganzes Jahr durch ist, denn Sommer und Winter verhalten sich energetisch völlig unterschiedlich.
Bis dahin bleibt Gerhard gelassen, schließlich ist der Weg vom Heizkessel bis zum System, das den ganzen Hof steuert, schon ein großer Schritt gewesen. Das eigentliche Ziel bleibt trotzdem bestehen: irgendwann komplett unabhängig von teuren Energielieferanten zu sein. Wie nah er dem gekommen ist, zeigen wir im nächsten Jahr!
Alle Details zum Energiesystem am Moserhof gibt's auch als Video – reinschauen lohnt sich!


